Mit 1. April stellt Google alle Websites auf die sogenannte Mobile First-Indexierung um (hier geht’s zu sämtlichen Details dazu). Damit aber nicht genug der Neuerung 2021: Im Mai integriert Google einen neuen Ranking Faktor in seinem Algorithmus zur Ermittlung der Suchergebnisse: die Page Experience.

Dabei handelt es sich um ein zusammengefasstes Ergebnis aus

  • den sogenannten Core Web Vitals mit ihren drei Ladezeit-Metriken: Ladezeit (LCP), Interaktivität (FID), Visuelle Stabilität (CLS)
  • Mobilfreundlichkeit einer URL
  • Website Sicherheit (Safe Browsing, HTTPS – also ein sicherer, sauberer Code und Nutzung der HTTPS-Verschlüsselung)
  • Interstitial Verzicht (No Intrusive Interstitials – also keine den Inhalt störenden/unterbrechenden Einblendungen)

Ziel der neuen Google KPIs: Die Nutzererfahrung bei der Interaktion mit einer Website zu evaluieren.

Aber was verbirgt sich nun genau hinter den drei KPIs der Core Web Vitals?

Die drei "harten" Kennzahlen der Core Web Vitals

Im Mai 2020 kündigte Google die Core Web Vitals an, um die User-Experience von Websites zu bewerten. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde auch hier die Live-Einführung nach hinten – auf Mai 2021 – verlegt.

Streng genommen ist die „Page Experience“ kein komplett neuer Ranking Faktor, sondern eine Zusammenfassung von bisherigen Ranking-Signalen. Allerdings bekommt er ab Mai eine größere Bedeutung im Such-Algorithmus – und zwar ganz offiziell von Google angekündigt (insgesamt bleiben jedoch die meisten Ranking-Faktoren, ihre Gewichtung bzw. der gesamte Google-Algorithmus ein streng gehütetes Geheimnis).

Zum Start fließen drei Kern-Elemente aus den Core Web Vitals in die Page Experience mit ein:

  • Largest Painful Content (LCP) bezeichnet die Ladezeit: Wie viel Zeit vergeht, bis der Hauptinhalt der Website für den Nutzer im Browser sichtbar ist? Gemessen wird hier die Zeit, bis das größte Content-Element (Bilder, Videos, Texte oder Elemente mit einem Hintergrund-Image) einer Seite geladen ist. Dargestellt wird das Ergebnis auf einem Balken von grün (bis 2,5 Sekunden Ladezeit), orange (verbesserungswürdig – zwischen 2,5 und 4 Sekunden Ladezeit) und rot (alles ab 4 Sekunden).
  • First Input Delay (FID) steht für Interaktivität: Wie schnell kann der Nutzer mit einer Seite interagieren? Gemessen als Zeitspanne bzw. Verzögerung zwischen der Nutzereingabe und der Reaktion des Browsers. Wenn beispielsweise ein Besucher bereits auf einen Button klickt, noch bevor die Website vollständig geladen ist. FID-Werte bis 100 Millisekunden gelten dabei laut Google als gut, zwischen 100 und 300 Millisekunden als verbesserungswürdig und darüber als schlecht.
  • Cumulative Layout Shift (CLS) bezeichnet die Visuelle Stabilität: Springt der Inhalt der Website während des Ladens herum? Falls, wie und wohin werden die Elemente verschoben? Beim Laden passiert es ja öfters, dass sich Layouts verschieben, Elemente nach unten rutschen, weil anderes weiter oben geladen wird. Das kann den Nutzer in seiner Interaktion stören. Insofern gilt, je niedriger der Wert ist, desto besser. Google hat alles bis 0,1 als gut definiert, bis 0,25 verbesserungswürdig, ab 0,25 schlecht.

Und was bedeuten die Core Web Vitals nun konkret?

Insgesamt ist festzuhalten: Der neue Ranking-Faktor Page Experience ist nicht bahnbrechend – auch bisher wurde beispielsweise die Ladezeit gemessen und spielte ins Ranking mit rein.

Allerdings werden nun bisher einzeln gewichtete Signale verdichtet und Google misst dem Gesamtwert im Ranking eine weit höhere Bedeutung bei- auch wenn weiter hunderte Ranking-Signale in die Berechnung der Suchergebnisse einfließen.

Ob die drei von Google gewählten Kern-Metriken und vor allem auch Benchmarks sinnvoll sind, wird sich erst im Laufe der Zeit zeigen, wenn immer mehr Websites aus diversen Branchen optimiert werden.

Tipp von wazek & partner

Lassen Sie die Werte – LCP, FID und CLS – für Ihre Website in jedem Fall überprüfen und die Ergebnisse hinsichtlich ihres Handlungsbedarfs beleuchten. Kontaktieren Sie uns für einen Termin!

Fazit & Angebot

Mit dem neuen Ranking-Faktor wird das Thema „Suchmaschinenoptimierung“ noch umfassender und ganzheitlicher. Gute SEO sollte von hochwertigem Content und entsprechender Link-Qualität über anspruchsvolles und zugleich funktionales, technisch optimiertes Web-Design über mobile Nutzbarkeit bis zur optimalen User Experience alles abdecken.

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