Vor Kurzem sprang mir im Standard der spannende Artikel „Renaissance der Printwerbung?“ ins Auge. Also ein gewisser Gegentrend zu online, den auch wir in unserer Agentur zunehmend beobachten. Unsere Kunden fragen in letzter Zeit verstärkt neben digitalen auch wieder Offline-Kommunikationsinstrumente nach. Und das ist gut so, weil Werbung – egal in welchem „Zeitalter“ immer ganzheitlich funktioniert.

Seit das Internet immer mehr Einzug in unseren Alltag gehalten hat, wartet die Werbebranche darauf, dass Print zum Auslaufmodell abgestempelt wird. Aber es zeichnet sich ab, das langfristig wohl eher die konventionelle Online-Werbung früher ausgedient haben als Offline-Marketing-Strategien. Gerade bei der Online-Werbung ist es quasi ein Rennen gegen die Zeit, welche täglich nach neuen innovativen Online-Formaten schreit. Ein Druck, auch kostenseitig, der sowohl auf Agentur- als auch Kundenseiten nicht zu unterschätzen ist.

Der Artikel im Standard bringt Adidas als Beispiel. Seit 2017 hat der Sportartikel-Hersteller drei Viertel seines Marketing-Budgets in Digitalwerbung investiert. Und die Reichweiten (hohe Effizienz) waren gewaltig. Nur – tatsächlich kauften weniger Menschen Produkte von Adidas (geringe Effektivität).

Auch eine Metastudie des Multisense Instituts für sensorisches Marketing mit dem Bekleidungshersteller Olymp als Beispiel zeigte deutlich, wie effektiv analoge Printwerbung ist. Mit einer Marketingstrategie, die konsequent auf Print setzte, konnte der Umsatz in zehn Jahren verdreifacht werden.

Die Lektion aus dieser Geschichte: Online-Marketing ist nicht der (alleinige) Königsweg ist und Printwerbung hat doch noch Zukunft.

Die Marke greifbar machen

Printwerbung aber ganz generell alle analogen Werbemittel haben im Gegensatz zu Online-Werbung einen entscheidenden Vorteil: Sie sind greifbar. Der Kunde kann sie in die Hand nehmen. Und aus der Psychologie wissen wir, dass es Menschen gibt, die eher auf haptische Reize als visuelle reagieren. Anfassbar, tragbar, erlebbar. Das geht sogar so weit, dass Kunden mit Papier, der Farbe oder dem Geruch des Werbemittels unterbewußt Erinnerungen abrufen und damit auf das Produkt transferieren. Eine emotionale Bindung entsteht. Für uns definitiv ein gutes Argument, unseren Kunden auch weiterhin Print als Teil des Marketing-Mix zu empfehlen.

Auch wir haben vor Kurzem wieder ein umfangreiches Printmedium für unseren Kunden wert.bau gestaltet. Das all-in99 Konzept wird in einem aufwändig gedruckten Buch mit Hardcover an ausgewählte Stakeholder versandt. Der Geschäftsführer signiert sogar jedes Exemplar.

Wirkungsvoll werben, heißt vernetzt denken.

Und da wären wir auch schon beim Kern. Weder analoge noch digitale Werbung ist für sich das Maß aller Dinge. Der Trend lautet multimedial bzw. crossmedial. Oder vereinfacht ausgedrückt: Es geht schlicht darum, verschiedene Darstellungsformen und Medien zusammenzubringen, so dass sie sich gegenseitig ergänzen.

Nicht zuletzt leben wir seit knapp 30 Jahren in der Agentur unseren Slogan:
Wirkungsvoll werben, heißt vernetzt denken.

Wie vernetzt ist Ihre Werbung schon? Wir freuen uns auf einen kreativen Dialog!