Die Corona-Krise hat alles beeinflusst und verändert – sogar das Webdesign bzw. uns Webdesigner. Fokus auf das Wesentliche, Home-Office, Zeit in der Natur. All das hat unter anderem dazu beigetragen, dass „natürliche“ Designs knallige Farben und poppige Stile  ablösen. Wird das Webdesign dadurch langweiliger? Ganz im Gegenteil!

Bodenständigkeit und Eleganz, praktische Funktionen und anspruchsvolle Animationen vereinen sich zu wunderschönen Webdesigns, die abseits von Trends eine beeindruckende Wirkung erzielen.

Die Sprache von Farben

In den letzten Jahren standen auffällige, teilweise grelle Farben weit oben bei Designs. Weiße Schriften auf schreiend rotem Hintergrund. Oder Neongrün auf Dunkelblau – für mich ein absolutes No-go im übrigen.

In den Lockdown(s) verbringen wir noch mehr Zeit als sonst an den Bildschirmen – sei es bei der Arbeit selbst, in virtuellen Meetings, Online-Shops oder generell auf Social Media. Von so viel Screen-Time werden unsere Augen müde.

Um diesen Effekt abzumildern, entscheiden sich viele Webdesigner für „angenehmere“, weichere Farben und unaufdringliche Gestaltungsstile. Heilsame Grüntöne, helle Rosétöne, Pastellblau oder warme Brauntöne. Diese Farben entfalten eine beruhigende Wirkung und sorgen für Vertrauen und Hoffnung.

Mehr zum Thema Farben im Beitrag: Pantone Trendfarben 2021

Die Eleganz bei der Typografie

Weit verbreitet ist der Glaube, dass serifenlose Schriftarte wie Arial, Helvetica, Roboto (um nur ein paar aufzuzählen) das Internet beherrschen (müssen). Und ja, die meisten Webdesigner lieben serifenlose Schriften. Wegen ihrer schlanken Lesbarkeit und einfachen Struktur.

Aber auch bei den Bildschirmgrößen und in der Auflösung hat sich viel in den letzten Jahren getan. Beides ist größer bzw. klarer geworden. Damit wirken dekorative, „schwerere“ Serifenschriften weniger überladen und erscheinen besser lesbar – dank des größeren Abstands zwischen den Wörtern aber auch bei den Buchstabenabständen selbst, die man heutzutage individuell einstellen kann. Daher kann man immer öfter beobachten, dass auch Serifenschriften online ihren Platz finden.

Minimalismus für maximale Wirkung

Minimalismus wird immer „cool“ bleiben und ist eine beständige Konstante im Webdesign – egal ob klassisch in hellen Tönen oder im derzeit beliebten Dark Mode.

Im Kern bedeutet es, sich auf die wesentlichen Elemente zu konzentrieren. Was so einfach klingt, ist schwieriger als gedacht. Das bewusste Weglassen zwingt dazu, klare Prioritäten zu setzen – in der Strategie, im Content, in der Bildsprache.

Das Wesentliche vom Wichtigen zu trennen, lautet einer der Ansprüche im Team wazek an uns selbst und jedes unserer Projekte.

Der Vorteil liegt auf der Hand: Minimalistische Designs unterstützen den Inhalt, ohne davon abzulenken. Ein weiteres großes Plus: Die Ladezeit der Website wird optimiert. Mit ein Hauptkriterien, um von Google gut gerankt zu werden (mehr dazu: Core Web Vitals).

Mobile First & Performance

Neben Trends, Stilen und persönlichen Präferenzen sollte ein Webdesigner nie zentrale Aspekte wie Performance, Ladezeiten, Mobile First und vor allem die User Experience außer acht lassen. Daher geht Webdesign bei wazek auch immer Hand in Hand mit SEO.

Leseempfehlung: Die Mobile First-Indexierung ist da – und jetzt?!

Fazit: In den Anfangsjahren des Internets war eine Website vor allem Informations-Lieferant. Seither hat sich gerade auch im Webdesign viel getan. Viele Webauftritte sind heute wahre Kunstwerke. Und die Ansprüche an Webdesign werden weiter steigen – frei nach dem Motto „only the sky is the limit“. Wir freuen uns darauf, Sie dabei zu begleiten!